Jeder Turbolader durchläuft folgenden Regenerationszyklus, welcher von unseren Fachkräften nach Herstellervorgaben durchgeführt wird.

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Schritt 1: Fehlersuche

Zunächst wird die aktuelle Funktionstüchtigkeit des Turboladers überprüft.
Es wird das Axialspiel sowie das Radialspiel auf Abweichungen von der Norm überprüft. Alle Bauteile des Turboladers werden genaustens begutachtet um Ölspuren und sonstige untypischen Verunreinigungen festzustellen. Das Abgasrückführventil bzw. die variable Turbinengeometrie (VTG) wird ebenfalls in Augenschein genommen und auf mögliche Beschädigungen untersucht. Im Anschluss dessen, wird die Turbinensteuerung maschinell bzw. elektrisch an unseren Prüfmaschinen geprüft und mit den Herstellervorgaben verglichen.
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Schritt 2: Demontage, Reinigung und Fehlerdiagnose

Im weiteren Verlauf der Regeneration wird der Turbolader von unseren Fachkräften in seine Einzelteile zerlegt und in einem Ultraschallbad gereinigt. Dies ermöglicht es Beschädigungen zu erkennen, die aufgrund von Verunreinigung bei der Voruntersuchung nicht sichtbar waren. Durch die Sichtung aller Beschädigungen wird eine Fehlerdiagnose erstellt, welche beschädigte Bauteile und die Fehlerursache dokumentiert. Dieser Befunden wird dem Kunden mitgeliefert, damit dieser die Ursache am Fahrzeug prüfen und beheben kann.
Nach erfolgreicher Diagnose werden die Bauteile sandgestrahlt.
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Schritt 3: Neuteile

In diesem Schritt werden alle Verschleißteile: Gleitlager, Drucklager, Turbinenrad, Verdichtungsrad, Spritzring und Abdichtring durch hochwertige neue Ersatzteile ersetzt und der Turbinenrumpf wieder zusammengesetzt.
Falls nötig, werden weitere Bestandteile des Turbolader: Rumpfgruppe, Verdichtergehäuse, Abgasgehäuse, VTG, Druckdose und die elektronische Steuereinheit, druch Neuteile ersetzt.
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Schritt 4: Feinwuchtung

Einer der wichtigsten Arbeitsschritte ist die Feinwuchtung des Turboladers, hierbei wird der Turbolader in eine präzisions Wuchtmaschine eingespannt. Das Gleitlager wird inkl. des Turbinen- und Verdichterrades bei bis zu 220.000 Umdrehungen pro Minute auf mögliche Unwuchten geprüft und diese ggf. entfernt. Durch die hohe Drehzahl werden die Betriebsbedingungen in einem Fahrzeug simuliert und ermöglichen einen Funktionstest des Turboladers.
Hierbei wird ein Prüfprotokoll erstellt, welches dem Kunden zu Dokumentationszwecken mitgeliefert wird.
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Schritt 5: Montage und Einstellung

Der vorletzte Schritt beinhaltet das Zusammensetzen der restlichen Bauteile des Turboladers und die Überprüfung der Steuereinheiten. Für die Einstellung werden die entsprechenden Steuereinheiten (Druckdose bzw. variable Turbinengeometrie – VTG) an die Prüfmaschine angeschlossen. Sollte hierbei festgestellt werden, dass fehlerhafte Bauteile die korrekte Funktion nicht gewährleisten können, werden diese ebenfalls ausgetauscht und die Prüfung wiederholt.
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Schritt 6: Versand

Nach erfolgreicher Regeneration wird dem Kunden der voll funktionsfähige Turbolader mit einer Fehlerdiagnose und den Prüfprotokollen zugesandt. Weiterhin werden Einbauhinweise, welche einem weiteren Turboschaden vorbeugen und ein langes Turboladerleben gewährleisten, beigelegt.